Heinz Filar! – Das technische Genie des Wiener Burgtheaters!

Veröffentlicht am | Samstag, den 04.04.09 | Christoph Schlingensief

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Das ist Heinz Filar , der technische leiter des wiener burgtheaters, ohne den unsere produktionen niemals so prall und lebendig geworden wären: bambiland, area 7 und nun mea culpa. Heinz ist mein freund! Heinz geht jetzt in rente. Sozusagen unsere letzte gemeinsame arbeit. Und natürlich mit janina audick als bühnenbildnerin ! Lieber heinz, wir danken dir !

Der Komponist von MEA CULPA – Arno Waschk

Veröffentlicht am | Freitag, den 20.03.09 | Christoph Schlingensief

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Heute Abend hat nicht nur die Inszenierung von MEA CULPA ihre Premiere an der Wiener Burg, sondern vor allem die Neu- und Auftragskomposition des jungen Komponisten Arno Waschk. Innerhalb von nur 2 Monaten komponierte er fast 1 Stunde Musik für diese ReadyMadeOper. Demnächst findet man auch die Musikteile (eingespielt und aufgeführt vom Bratislava Symphonie- und Radioorchester auf der aktuellen MEA CULPA SEITE (www.mea-culpa.at) +++ Arno Waschk schreibt über seine Komposition: Zur Entstehung der Musiken in MEA CULPA: Während der Komposition der Musiken für Mea Culpa stellten sich zahlreich e Herausforderungen. Hierzu zählten vor allem die Notwendigkeit und Chance, im Rahmen des hierbei in Windeseile entstehenden Genres der ReadyMadeOper szenisch einsetzbare Verbindungen zwischen Musikstilen unterschiedlichster Provenienz, aber auch zu Textvorlagen zu schaffen, die sich per se entweder nicht einem heutigen Komponieren oder einem opernhaften Duktus oder auch nur der Bühne überhaupt verpflichtet fühlen, und – ganz im Geiste des ReadyMades – öfters auch keinem der drei. Beispielsweise ergaben sich dabei in der Auseinandersetzung mit dem vorgegebenen Ausgangspunkt der wagnerschen Parsifalmusik, sowie deren Konfrontation mit neueren Texten auf kleinstem Raum Entwicklungen, die – ohne historisierend motivierte Absichten – einige große Bewegungen der Musikgeschichte des vergangenen Jahrhunderts nachzeichneten, etwa das Entstehen serieller Techniken (deren bekannteste die Zwölftontechnik Schönbergs wäre) und gleichermassen deren anschliessende Auflösung inner halb weniger Minuten Musik. Dass sich derartige Entwicklungen nicht nur in deren bekannter historischer Abfolge, sondern – und das ist in der Premierenfassung von Mea Culpa gleich zweimal zu hören – ebenfalls chronologisch rückwärts komponieren lassen, zähle ich für meine zukünftige Arbeit als Komponist zu den spannendsten Entdeckungen. Arno Waschk. +++ Bei Fragen oder Kontakt wenden Sie sich bitte direkt an ihn unter: 0049-172-3149605. Mail: hamamatsu@gmx.de.

Letztes Bild? Wohl kaum…

Veröffentlicht am | Montag, den 16.03.09 | Christoph Schlingensief

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MEA CULPA! Vakuum der leidenschaft. Oder vom diesseits ins jenseits und zurück. Was mich besonders freut sind die vielen bilder, die nicht immer wissen oder sagen wo sie herkommen. Es ist genau dieser zwiespalt zwischen dem hier sein und nicht mehr genau wissen wie das geht. Habe seit den letzten 2 monaten ca. 15 kranke patienten über post oder email getroffen,die alle davon berichten, dass sie unbedingt weiterleben wollen, aber nicht mehr genau wissen, was das im falle einer lebensverlängerung wirklich bedeuten würde. Mal abgesehn von hirnaussetzern, bedingt durch die chemo, erscheint ihnen ihre eigene person so fremd, dass sie manchmal nicht genau wissen, ob sie da nun selber am leben teilnehmen oder so eine art schizophrener. Es ist auch nicht die angst vor dem nächsten crash, sondern eine innere unruhe, dass man nicht selber entscheidet, sondern irgendwas anderes. Also nicht nur der krebs. Auch ALS patienten oder parkinsonpatienten beschreiben soetwas… Es geht also um das SEIN. Aber in welcher form…

Carl Hegemann wird heute 60 Jahre alt!

Veröffentlicht am | Freitag, den 06.03.09 | Christoph Schlingensief

Heute auf der probe zu MEA CULPA haben wir carl hegemanns 60.geburtstag gefeiert. mit 2 sachertorten, 5 blumensträußen, zig büchern aus dem kölner stadtarchiv, einer flaschenpost, einem elektrohubschrauber fürs wohnzimmer, und diesem hasengebiß, dass ihm sophia und aino gemeinsam geschenkt haben. echtes elfenbein.

scaled-image-11hasenbein. carl ist nun 60 und man kann das eigentlich nicht fassen. seine blutjunge freundin hatte ihn schon gesternzusammen mit voxi bärenklau und meika dresenkamp nach wels zu einem philosophischen symposium begleitet, wo er dann auch gleich in seinen geburtstag hineingefeiert hat. und heute giute laune wohin man sah. der schluß des abends ist auch schon fertig. wieder fast 1 woche vor dem umzug auf die bühne großes haus haben wir nun in der kommenden woche “nur” noch die rekonstruktion vor uns. die orchesteraufnahmen vom komponisten arno waschk sind famos geworden. das radio-symphonieorchester bratislava hat bereits 2 tage die neuesetn kompositionnen eingespielt. weitere 2 tage dann nächste woche. aber auch ein paar parsifal-dummies… also karaoke-versionen sind entstanden und trafen auf große resonanz. waschk: ” ich habe mir hier und auch den zuhörern einen großen traum geschenkt!”

morgen und übermorgen ist frei. irm hermann fliegt heute nach berlin zu ihrem dietmar… “bischen kuscheln… wärme tanken. nach einem hysterischen wochenanfang ist irm nun mittlerweile supergut drauf! drin in der rolle. “die frau von cecil B. de mille. das wollte ich immer schonmal spielen!” zitat: “komm doch endlich nachhause. ich hab hier auch genug tabletten”.—

mir erscheint, dass dieser dritte teil nach “dem zwischenstand der dinge” und ” kirche der angst vor dem fremden in mir” nun einen neuen weg gegangen ist. was ist aber, wenn die wahl zwischen jenseits und hier bestehen würde.

Blick aus dem Jenseits nach Hier, vom hier zum Jenseits durch Kunst.
Herzlichen Glückwunsch CARL HEGEMANN !

ARCADI VOLODOS war in der Stadt !

Veröffentlicht am | Montag, den 02.03.09 | Christoph Schlingensief

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Der absolute höchste genuss. Der teufel in person. Arcadi volodos spielt liszt “dante sonata”. Eine aufzeichnung gibt es erst im herbst. Wenn man den liszt hört, dann kann der verschmierte wagner aber einpacken! Was für eine wucht, brutalität, gemeinheit, dann wieder fast volkstümliches unterhaltungsprogramm und zack…. Ein schlag nach dem anderen, sphärische klänge. So könnte es sein. Das wäre zumindest eine spannende perspektive. Das foto ist aus loge 8 gemacht. Da standen schon viele. Am ende haben sie ih bejubelt , am anfang war er ihnen zu abwegig. Und belohnt hat er sie nachher mit 1 minütigen kurzphrasen, die er sich, wenn uns dante nicht täuscht, einfach selber gebaut hat. Es lebe der 100 jährige zuckergussverstand der anhänglichen österreicher. Vielleicht sollte volodos mal bei der regierung anklopfen. Haiders partei hat grosse erfolge zu vermelden. Da passt arcadi volodos. Der würde sie volkstümlich empfangen und begleiten und dann im rechten augenblick zuschlagen. Carl, friederike, sophia, heta, aino, fritzi und ich waren ganz begeisert., danach noch was essen gegangen. Endlich hunger. Dante macht hungrig.

Denkmal zur Deutschen Einheit!

Veröffentlicht am | Montag, den 23.02.09 | Christoph Schlingensief

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Das ist der entwurf von thomas goerge (bühnenbildner parsifal, kirche der angst, usw…) zum denkmal der deutschen einheit. Thomas baut gerade ein weiteres denkmal für the international freedomfight 2010 in budapest, wo wir dann wieder gemeinsam an einer oper arbeiten werden. Wollte mal ab und zu zeigen, was freunde und freundinnen aus alten und heutigen arbeitstagen sonst noch so alles treiben. Den textentwurf zum denkmal der deutschen einheit habe ich leider nicht gefunden. Heute ist montag. Das wochenende war ruhig und prima. Mal sehen was die probenwoche so zum vorschein bringt. Arno waschk komponiert jedenfalls non-stop ! Und die sänger, der chor und auch einige darsteller wie joachim meyerhoff, fritzi haberland, irm hermann, karin witt, hermann scheidleder, satschiko hara, mira patecke !, und michael gempart haben bis zu 4 stunden gesangsstunden am tag. Macht grosse freude da zu sitzen und sie beim singen zu betrachten… Orchesterproben beginnen auch in dieser woche.

Die schwarze Muttergottes aus Simbabwe!

Veröffentlicht am | Montag, den 23.02.09 | Christoph Schlingensief

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Foto von hermann scheidleder. Hat mich an die schwarze muttergottes aus köln erinnert, die damals beim luftangriff in flammen aufging und nun kohlrabenschwarz, und mit unzähligen und kostbaren ketten in einer kölner kapelle steht. Ich weiss aber nicht wo genau. Wer weiss wo sie in köln zu finden ist ?

Klassenausflug zu Angela Merkel!

Veröffentlicht am | Samstag, den 14.02.09 | Christoph Schlingensief

Am 12.2. Machte sich die jury auf den weg zum bundeskanzleramt. Dort empfing uns frau angela merkel. Das gelände wirkt leer, verwaist, einsam, traurig, gefärhlich, ein bunker… Schöne ausblicke, aber auch hier wieder die große einsamkeit.

Merkel wirkte aufgeräumt, führte uns auch in ihr büro. Auch hier einfachste aussattung. Nicht wirklich wohnlich. Ein kokoschka mit adenauerportrait hinter dem schreibtisch. Ein 84-teiliger (mindestens) brockhaus und eine geschenk-werkausgabe brecht. Dazu noch lustige kamele aus ? Dubai oder oman…. Die schlechte akustik im raum verhinderte die klare ortsbezeichnung. Dann kaffee und kuchen. Auch hier protestantische stimmung. Kosslik präsentiert ökoschokolade der berlinale. Kuchen isst kaum einer…

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Kulturminister naumann ist auch dabei und macht im gegensatz zu frau merkel einen wärmeren und kulurinteressierteren eindruck. Merkel denkt schon an neue themen wie z.b.: Ein bekenntnis zum gazastreifen oder auch eine weitere ermahnung des papstes. Wir raten geschlossen ab. Nach 40 min. ist alles vorbei.

Ich fand es freundlich , aber eben aufgrund der ganzen umgebung sehr  merkwürdig. Kuchenessen im möbelhaus. Ob merkel wirklich gut englisch kann, kann ich mit meinem schlechten englisch nicht beurteilen. Dass sie mich ermahnte, zeigt mal wieder, dass ihre ministerialdirigenten und sicherheitsleute zur distanz rieten. Man weiss ja nie.

Wann wird auch angela endlich verstehen, dass ich keine bösen absichten habe, dass ich nur das traurige gefühl nicht loswerde, dass sie deutsche künstler unheimlich findet. ihr gefällt das nicht, weil sie nicht weiß wie man da reinkommt, oder auch wieder rauskommt, anders kann ich mir nicht erklären, dass sie auf meine frage, ob ich mal hinter ihren schreibtisch dürfe, um mir den kokoschka anzuschauen, nur antwortete: “selbstverständlich, aber nur wenn sie ihn nicht zerstören!” … Was soll das ? Warum sollte ich dieses schöne bild zerstören? Weil mein vater cdu-wähler war und kokoschka auch nicht kannte? Hätte mankell gefragt, hätte sie sicher nichts dergleichen vom band gelassen. Bei tilda bin ich mir dann aber auch nicht ganz sicher. Aber eigentlich zeigt es nur, dass angela keinen richtigen draht zur kunst hat. Es reicht nun wirklich nicht zu glauben, bloß weil man nach bayreuth fahre und in die kamera winkt, wäre man schon ein wagnerkenner. Wagner wäre ihr sicher noch unheimlichr gewesen. Da hätte sie sich gar nicht blicken lassen. Denn eigentlich will sie ja leben! Aber nach bayreuth fährt man nur, um zu sterben. Ein sektentreff kurz vor dem ausbruch radikaler absichten. Hoffentlich gefällt ihr meine Bayreutharbeit 2016 ! Aber wahrscheinlich muß sie dann zu dem zeitpunkt leider absagen, weil sie angst hat, dass sie dann nicht mehr gewählt wird und kohls langzeitregentschaft nicht erreicht… Schade eigentlich. Ich wünsche ihr jedenfalls ein leben in freiheit!…

1980 ? Oder 1982 ?

Veröffentlicht am | Dienstag, den 10.02.09 | Christoph Schlingensief

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Heute eine Mail von peter seitz bekommen. Darauf sieht man die dreharbeiten auf einem gletscher bei st.moritz. “DR. FAUSTUS” mit john finch. Da durfte ich als 2.kamerassistent dabei sein. Dreharbeiten wie ich sie mir immer vorgegstellt habe. Flug mit zwei learjets nach st.moritz und dann mit hubschrauber auf den berg. Oben angekommen splitterte das 35mm material, sodass ich keine cassette laden konnte. Ein desaster. Bis mir der oberbeleuchter aus der patsche half und vorschlug in der kanzel des hubschraubers das material zu wechseln. Da war es nämlich richtig warm. Kaum hatte das geklappt sollte john finch eine kleine szene machen , ca. 5 schritte durch den schnee. Und im hintergrund andre heller als teufel… Oben am horizont mit wehendem mantel… Und dann passierte es. Finch war schlecht gelaunt, zog alles unglück an, ging nach der klappe unter den augen der bergwacht los und brach nach 4 schritten in eine gletscherspalte ein. Bis zum bauchnabel. Seine letzten worte waren: “fucking germans.” danach wurde er geborgen und ins tal geflogen. Der dreh abgebrochen. Am abend gab franz seitz ein grandioses abendessen. Zur versöhnung… Oder um john F. Zu besänftigen. Der plan ging auf, doch das wetter brach zusammen. Am nächsten tag mit autos zurück nach münchen. .. Zwei wochen gings wieder los: learjet, hubschrauber.. Usw… Mein glück war, dass ich als 2.kameraasistent immer dabei sein musste , und dass seitz mich mochte und gerne mitnahm. Auf dem foto bin ich ca. 20/21 jahre alt. Noch immer pubertär. Gerade getrennt von meiner grossen liebe. Und damit ich nicht verzweifelte ab nach münchen zum film. Drehbeginn 8.00 uhr. Keine möglichkeit depressiv zu werden. Ein bischen wie jetzt. Raus aus dem bett, ab in die vorführung. 9.00 film ab… Sichtung… Im ganzen raum ein leichter alkoholgeruch von frustrierten oder heiteren kritikern. Von mir kann es nicht sein, weil ich meist direkt nach dem abendfilm im bett bin. Kräfte zusammen halten… Morgen mittwoch, haben wir ein meeting mit angela merkel. Jaja.. Die jury wird von der kanzlerin empfangen. Vielleicht will sie anfragen ob tilda, wayne, gaston, henning, isabel und ich das kunstministerium übernehmen wollen. Und alice bekommt das bundestagsrestaurant. +++ wirklich spannend wie sich allmählich der blick verändert. Man formuliert trotz der anwachsenden zahl von filmen viel genauer und auch “radikaler”. Oder liegt es an den filmen, dass man sich mal wieder spüren will… Keine ahnung… Aber ein toller tag war es ! Von mir aus kann das hier ruhig noch eine woche länger laufen… Aber pass auf … Man soll das festibal nicht vor den preisen loben! …

Jetzt gehts los!

Veröffentlicht am | Freitag, den 06.02.09 | Christoph Schlingensief

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was für ein glück ! Ein riesengeschenk. Letztes jahr um die zeit fast weg und nun wieder in der alten heimat! FILM ! Das hat mich gestern unglaublich aufgebaut! Später mehr …

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