Sturm- und Drang-Rede mit Patti Smith!

Veröffentlicht am | Mittwoch, den 07.01.09 | Christoph Schlingensief

Als ich den Raum betrat erwachte Mutters Lust.
Und meine auch. Meine Fußnägel taten sauweh.
Vielleicht war es das.
Ich begann laut zu antworten. Endlich mal wieder laut reden. Fast so wie früher.
700 gäste im  haus der kunst! Immer noch ein schönes gefühl, wenn man nach soviel angestauter wut und enttäuschung
mal wieder predigen kann.
Patti konnte nichts verstehen, aber sie verstand jedes wort.
Es hatte sicher etwas von predigt. Von agitation. Die gedanken kreisten nicht mehr nur um krankheit, sondern um mein
neu entstandenes Denken über das Leben und Leben lassen und diese fehlende Verhältnismäßigkeit vieler Leute,
die immer genau wußten, was sie alles nicht hatten !
Ich habe in diesem jahr viel verloren, aber ich habe in diesem jahr auch sehr viel gelernt und somit geschenkt bekommen.
Nun ist die Beziehung zu meinem Vater wieder die alte.
Und warum, erzähle ich später…

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Weihnachtsdurcheinander – Fotos werden nachgeholt!

Veröffentlicht am | Mittwoch, den 31.12.08 | Christoph Schlingensief

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Doch nicht so schlimm – 24.12.2008

Veröffentlicht am | Mittwoch, den 24.12.08 | Christoph Schlingensief

hatte grosse angst vor weihnachten. Wollte es noch 35mal feiern, aber jetzt sind es wohl nur noch 25 -mal. Auch nicht schlecht. Habe hasen gegessen und wein getrunken. Heute mal was anderes. Kaum muesli in sicht.

Letztes Wochenende – 13.-14.12.2008 Patti Smith

Veröffentlicht am | Sonntag, den 21.12.08 | Christoph Schlingensief

Alle Fotos (c) by: egbertkrupp@mac.com

Das war ein tolles wochenende. patti smith kam ins haus der kunst und wir haben vor über 700 leuten geredet über leben, und das gehenmüssen. es war so extrem wie schon ewig nicht mehr. patti ist so klar in vielen dingen. natürlich kommt das dem ein oder anderen etwas esoterisch vor. na und? sie belästigt wirklich niemanden damit. ihre spirituelle seite stimmt jedenfalls in ihrer kraft und ehrlichkeit. sie wollte mir ein geschenk kaufen, ging in einen antiquitätenladen. dort fand sie nichts. da kam der alte besitzer von hinten und überreichte ihr ein in papier gewickeltes mexikanisches danke-metall-plättchen, das man dort zur bitte oder auch zum dank in die kirche hängt oder an bäume nagelt… wo auch immer… und was war es??? eine metallplatte mit zwei lungenflügeln. der mann konnte kein englisch und wußte auch nicht wer patti ist. ist das nun unglaublich oder sogar kein zufall. mir gefallen solche dinge gerade sehr. ich bewege mich sowieso in vielen merkwürdigen zwischenräumen. und vor weihnachten habe ich ehrlich gesagt einen gewissen horror. allein die vorstellung, dass das nun das letzte sein könnte…. ich hab immer gesagt: noch 35 mal weihnachten und nun könnte das sogar das letzte sein… was für komische aussichten. artikel zu patti und mir gibts auf der schlingensief.com – seite … oder ich stells heir auch noch rein… mal gucken. tut mir leid, wenn ich so selten schreibe, aber das wird sicher auch bald wieder anders!

Patenkind

Veröffentlicht am | Samstag, den 06.12.08 | Christoph Schlingensief

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…mo und di bei meiner mutter gewesen. Dann mi ziemliche krise. Nur noch im keller. Atmung war schlecht und somit nur noch gedanken ans ende. Hatte keinerlei zuversicht mehr. Und dann am donnerstag wurde es schlagartig wieder gut… Atmung gut! Auf der welt zu sein bedeutet für mich die grösste freiheit, die man sich vorstellen kann. Natürlich muss es heissen: “die ich mir vorstellen kann!”, weil ich in super verhältissen lebe. Und trotzdem sehe ich die erde als grossartigen raum , um freiheit zu nutzen. In jeder hinsicht. Man kann frieden schaffen, medikamente erfinden, natur mitgestalten, einfach nur ins grüne blicken, lieben, hassen, usw… All das ist hier möglich und noch viel mehr… Was aber passiert im jenseits? Singen? Engelchen? Schweben?… Ohje… Das verstehe ich nicht unter freiheit. Das ist langweilig und bescheuert. Gleichberechtigt mit gott sein? Ohjeee…. Das kanns doch nicht sein! Solche dinge denke ich seit einer woche. Seit dem moment wo ich dachte, die fahrt ins dunkle beginnen zu müssen… Wie fertig muss man sein, um endlich von erlösung zu sprechen… Und dann kam das foto von julias und jörgs kleinem sohn! Ich soll der patenonkel werden. Was für ein glück, was für eine ehre. Und da war alles klar! Man muss den kindern von anfang an zeigen wie freiheit möglich ist, wie sehr man dafür kämpfen DARF! Jacob solls richten! Hab ja kein kind. Aino und ich hätten gerne kinder gemacht, aber das sperma spielte nicht mit. Und nun ist alles verstrahlt und chemisch zerstört… Schon traurig… Aber wenn ich den kleinen jacob sehe, dann strahlt alles in mir vor freude und nicht vor zerstörung. Und seine abiturfeier möchte ich auch noch erleben! … Freiheit hier und jetzt! Schluss mit der erlösungsnummer. Es sei denn man ist am ende, gequält, zerstört…. Aber auch dann wäre das sterben ein moment von freiheit! Nur was danach kommt,… Mir grauts…

Ein guter Tag

Veröffentlicht am | Samstag, den 29.11.08 | Christoph Schlingensief

Beim zweiten stirnölguss fast im tisch versunken. Und siehe da, die gedanken tauchen wie gewaschen wieder auf. Beginne sofort zu komponieren.

3 Stunden nicht waschen!

Veröffentlicht am | Freitag, den 28.11.08 | Christoph Schlingensief

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Er habe immer größte Schwierigkeiten gehabt, sich als Individuum wahrzunehmen. Vielmehr sehe er sich eher als einen Ort, an dem “vorübergehend gewisse Dinge geschehen”. Er mache sich gern zu einem “nahezu passiven Ort für Phänomene, die nicht zu meiner Existenz, nicht zu meiner Geschichte, meinem Milieu oder meiner Gesellschaft gehören”. Wo andere von Genie reden würden, spricht er von einem “Gebrechen”.

Sächsische

Veröffentlicht am | Mittwoch, den 26.11.08 | Christoph Schlingensief

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Auf dem weg nach Bad Schandau. 17 Uhr. Bis Sonntag Kurzurlaub. Sehr nötig. Tja… Was bevorsteht? Wir sind gerade in einer merkwürdigen Phase angekommen. Trotzdem tun wir so als könnten wir alles überstehen. Und das werden wir auch. Muss eine Hightec Pille schlucken. Die soll die Dinger vom Blutkreislauf abschneiden. In 4 Wochen wieder CT und dann weiss man mehr. Wenn die Dinger so schnell wachsen sollten… Tja dann… Komische Stimmung… Viel konkreter und deshalb unheimlicher als zuvor. Hatte immer gedacht, ich hätte die Unschuld verloren, aber so wie es jetzt ausschaut, gab es in Duisburg noch ganz viel Unschuld. Oder neue… Nenn es Glauben, Zuversicht… Und nun fühlt es sich wieder anders an. “Die Krankheit hat ihr Haupt erhoben” hat der Arzt gesagt… Geniesst alles!!!

Wir machen eine kurze Reise!

Veröffentlicht am | Mittwoch, den 26.11.08 | Christoph Schlingensief

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Schnitzelhand

Veröffentlicht am | Dienstag, den 25.11.08 | Christoph Schlingensief

Mittagessen vor 5 Monaten.

Artikel 5 Monate später:
http://www.derwesten.de/nachrichten/kultur/2008/11/25/news-93390329/detail.html

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